Fachtagung am 17. November

on-off | Einsamkeit 4.0 – Anwenderforum

„Der Pflegeroboter ist noch weit weg,“ sagt Bernd Falk, Bereichsleiter des Malteser Service Center in Köln. „Aber die Digitalisierung im Bereich „homecare“ entwickeln und nutzen wir mit Nachdruck.“ Bernd Falk wird einer der Fachreferenten beim Anwenderforum Einsamkeit 4.0 sein. Engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den sieben Fachverbänden im Caritasverband – Caritas-Konferenzen, IN VIA, Kreuzbund, Malteser-Hilfsdienst, Sozialdienst katholischer Frauen, Sozialdienst Katholischer Männer und Vinzenz-Konferenzen und am Thema Interessierte sind am 17. November ins Heinz Nixdorf MuseumsForum nach Paderborn eingeladen.

on oder off – Orientierung: Gemeinsame Antworten auf Fragen unserer digitalen Welt

Dass die Welt sich rasant verändert, spürt man momentan deutlicher denn je. Und der Wandel betrifft alle Bereiche unseres Lebens. Die zunehmende Digitalisierung unseres Alltags und die Entwicklung künstlicher Intelligenz werfen Fragen auf, schüren aber auch Hoffnungen. Steckt in diesen Entwicklungen etwas drin gegen Vereinsamung und Isolierung der Menschen, gerade auch im Alter?

Bernd Falk: „Die Digitalisierung im Bereich ,homecare‘*, das ist konkreter Einsatz künstlicher Intelligenz. Verbunden mit dem ,Internet der Dinge‘** unterstützen und sichern wir Menschen mit Handicap in ihrem Alltag.“ Sensoren im Wohnumfeld z. B. der Seniorin ermitteln zunächst ihr individuelles Bewegungsprofil. Auffälligkeiten und Abweichungen vom Alltäglichen werden per App an Angehörige gemeldet. Kritische Algorithmen gehen gleich an eine Notrufzentrale. Ein Beispiel für die sinnvolle Ermittlung von Daten zwecks Nutzbarmachung beim Bewohner.

„Aber Digitalisierung kann noch viel mehr,“ erläutert Bernd Falk. „Sie kann Assistanceleistungen unterstützen, Kommunikation fördern, Routinen vereinfachen.“ Ist 1984 – Big Brother nicht eigentlich schon vorbei? „Ja – auch ,Big Data‘ ist schon vorbei. Wir sind bei ,Data Tsunami‘, beschreibt Falk die gesammelte Datenmenge und die damit einhergehende Kontrollmöglichkeit. „Was wir nun noch brauchen, sind ethische Grundsätze, die die Leitplanken für verantwortungsvolles Handeln aufzeigen müssen.“

Das ist eines der Themen beim Anwenderforum am 17. November 2018 in Paderborn. Die Teilnahme ist kostenfrei.

on oder off – Inspiration: Vorträge und Workshops

Wenn Sie Orientierung suchen, Vernetzung anstreben und Inspirationen wünschen, sind Sie herzlich eingeladen.

Melden Sie sich bitte per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an und freuen Sie sich auf einen interessanten Tag. Die Einladung als PDF-Dokument zum Download.

Digitalisierung birgt große Chancen für selbstbestimmtes Leben im Alter oder bei Handicaps. Aber menschliche Zuwendung und persönlich erfahrbare Dienstleistung kann und darf eine Maschine oder künstliche Intelligenz nicht wirklich ersetzen.

*) Homecare
Unter Homecare versteht man die Versorgung von Patienten mit medizinischen Hilfsmitteln, Verbandmitteln sowie medizinischer Ernährung. Homecare-Versorgung ist stets mit produkt-und patientenspezifischen Dienstleistungen verbunden und nicht zu verwechseln mit der Versorgung durch ambulante Pflegedienste. Mehr auf BVMed - Bundesverband Medizintechnologie e.V.
**) Internet der Dinge
Der Begriff Internet der Dinge beschreibt, dass der Computer in der digitalen Welt zunehmend von „intelligenten Gegenständen“ bis hin zu „KI“, künstlicher Intelligenz ergänzt wird. Statt – wie derzeit – selbst Gegenstand der menschlichen Aufmerksamkeit zu sein, soll das „Internet der Dinge“ den Menschen bei seinen Tätigkeiten unmerklich unterstützen. Mehr auf Wikipedia (DE)
Anmerkung: Pflegeroboter
Auf katholisch.de findet sich ein Artikel zu den Aussichten mit Pflegerobotern. Die Caritas im Erzbistum Köln, die Uni Siegen und die Fachhochschule Kiel schulten Pflegeschülerinnen und -schüler über den Roboter „Pepper“. Gemeinsam forschen die Caritas und die Hochschulen im Wissenschaftsjahrs 2018 zum Thema Roboter in der Altenpflege.: Arbeitet „Pepper“ bald in der Altenpflege?
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