Ehrenamtliche der Ansprechbar lächeln in die Kamera

Einfach da sein: Begegnungen an der ansprechBar in Arnsberg

An Pfingstmontag war die ansprechBar in Arnsberg ein Ort, an dem. Menschen stehen blieben, ins Gespräch kamen und teils überraschende Kontakte und Begegnungen fanden.

„Ich hatte ein paar schöne Gespräche“, erzählt Martina Gerdes von der CKD Arnsberg. Ein schlichter Satz, der in wenigen Worten sagt, worum es bei der ansprechBar geht: Begegnung ermöglichen – ohne Hürden, ohne Verpflichtung.

Wenn Begegnungen fehlen

Einsamkeit entsteht nicht, wenn Menschen allein sind, sondern wenn sie das Gefühl haben, nicht dazuzugehören.

Im fortgeschrittenen Alter wird das häufig besonders deutlich sichtbar. Weniger Kontakte. Wege, die schwerer fallen. Menschen, die nicht mehr da sind.

Eine Entwicklung, die auch in der Propsteipfarrei Arnsberg spürbar ist. Denn es gibt viele ältere Menschen, die sich über einen Besuch freuen würden. Rund 1000 Senior*innen wären es, wenn alle regelmäßig besucht würden.

Doch da die Zahl der Ehrenamtlichen sinkt, mussten die Geburtstagsbesuche reduziert werden. Es fehlen schlicht die Menschen dafür.

Neue Wege zur Gemeinschaft

Aus dieser Situation ist eine neue Idee entstanden: Statt einzelner Besuche gibt es jetzt dreimal im Jahr eine Einladung zur Feier im großen Kreis.

Zum ersten Geburtstagsfest liegen bereits 50 Anmeldungen vor. Viele Rückmeldungen waren positiv. An manchen Stellen ist dennoch der Satz zu hören: „Wir würden uns  über einen Besuch freuen, da ich leider das Haus nicht mehr verlassen kann. Und das wird dann auch von den Caritas Konferenzen möglich gemacht

Die Vorfreude auf das Geburtstagsfest war auch Thema unter zwei Besucherinnen bei den Begegnungen an der AnsprechBAR  am Pfingstmontag in Niedereimer.

Zuhören, wenn das Leben erzählt wird

Viele Gespräche an diesem Tag waren leise. Persönlich.

Es waren keine lauten Geschichten, keine öffentlichkeitswirksamen Gespräche. Doch genau diese menschlichen Begegnungen sind wichtig und wertvoll.

Durch sie wird die ansprechBar zu einem Ort, an dem die Menschen Zuwendung erfahren und ihnen Zeit und Raum geboten wird. Ein Ort, an dem jemand zuhört.

Gemeinschaft ist keine Frage des Alters

Am Pfingstmontag waren auch zwei Jugendliche, beide engagiert in der Jugendcaritas, vor Ort.

Sie erzählten, warum sie sich engagieren. Etwas bewegen, sich für Menschen einsetzen und dabei Gemeinschaft erleben, das treibt sie an.

Ihnen tut es gut, Teil einer größeren Gemeinschaft zu sein und sich für andere Menschen einzusetzen, sagen sie. Und sie freuen sich, wenn sie sehen, dass ihr Engagement anderen Menschen hilft und Einsamkeit entgegenwirkt. Ganz im Sinne unseres Mottos bei 7 gegen Einsamkeit:

Zusammen geht was – wir verbinden Menschen.

Durch die hohen Temperaturen hielt sich der Publikumsverkehr bei der ansprechBar am Pfingstmontag leider in Grenzen. Für Martina Gerdes und die zwei Ehrenamtlichen der Jugendcaritas Arnsberg ein Anlass, kreativ zu werden.

„Da nicht viel los war, haben wir uns etwas anderes überlegt“, erzählt Martina Gerdes. Die Idee: Am 24. Juni geht es ins Seniorenhaus St. Joachim. Dort wird dann gemeinsam in Erinnerungen geschwelgt, Gespräche werden fortgesetzt und Begegnungen vertieft.

P.S.: Die ansprechBar am Pfingstmontag war Teil der Aktionswoche rund um den Ehrentag 2026. Wir danken allen Engagierten für ihren Einsatz.


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